Der Efeu...

 ...im Eichwäldchen 
ist alt, er darf wachsen 
wie er möchte und das 
ist unabdingbar!
 
 
Er ist ein immergrünes 
Klettergehölz, überwuchert
Waldböden, Mauern, Bäume...
Jetzt, im blätterlosen Wald, 
ist er leicht zu finden.
 
 
Aber er ist kein 
Schmarotzer der die 
Bäume schädigt! 


 Miteinander alt werden...
Mit Glück, kann das gelingen,
 zusammen können Baum und
Efeu, bis zu 450 Jahre 
alt werden!
 
 
Aber fällt der Baum 
vor seiner Zeit, dann hat 
der Efeu schlechte Karten, 
doch es muss nicht sein Ende 
bedeuten, jeder Efeu besitzt 
eigenes Wurzelwerk.
 

Auch kann der Baum 
den Efeu überleben, ein 
schwerer Sturm hat einst 
die Buche geköpft: Heute
ist der Efeu tot, aber die 
Buche lebt noch!
 
 
Ab einem Lebensalter
 von zwanzig Jahren, bildet 
ein Efeu Früchte aus, sie
 werden zwischen Januar
 und April reif.
 
 
Und er blüht
spät im Jahr. (Herbst)
Dann, wenn kein anderer, 
Nektar mehr zur Verfügung 
steht, ist er Nahrungsquelle für:
Ameisen, Bienen, Faltenwespen, 
Solitärwespen und Feuerwanzen,
Schmetterlingen (Admiral) oder
 Schwebfliegen, Marienkäfer...
(Wikipedia)
 
 
Sein Blattwerk bietet
 Unterschlupf für zahlreiche 
Arten von Insekten und viele
  Vogelpaare bauen im Frühling 
ihr Nest im dichten 
Geflecht.

 
Aus einem 
kleinen, kletternden 
Efeutrieb (Sprossachse), 
bilden sich im Verlauf, dicht 
beieinander: 'Adventivwurzeln',
die weitere Triebe bilden können.
(Adventivwurzeln - nicht bildlich festgehalten)

 
Durch seine Haftwurzeln 
kann der 'Wurzelkletterer' (Efeu)
bis zu 30m hoch klettern! Mit der
 Zeit verholzen die kletternden 
Triebe (Sprossachsen), man 
spricht dann von einem
 Halbstrauch, es folgt
der Strauch oder
die 'Liane!'


 Ich denke, das ist eine
 riesige, alte Sprossachse, 
ihre Haftwurzeln haben und 
brauchen keinen direkten 
Kontakt zum Baum mehr.
 
 
Im obigen Bild,
würde ich von einer
 'Lianenbildung' sprechen?
 

Efeublätter sind variabel, 
das einzelne Blatt wird bis zu 
4 Jahre alt, darüber hinaus 
verrät es dem Betrachter,
 ob's ein junger oder
alter Efeu ist?


Aus vielen Sprossachsen 
bildeten sich 'Achsenstränge', 
würde ich sagen, oder aber
auch: Die Efeupflanze ist
 zum Strauch geworden?
 

Warum nicht 
gleich zum Efeu-Baum, 
in seltenen Fällen soll das 
doch möglich sein?
 

Irgendwann verliert 
ein Efeu-Strauch/Strang 
seine vielen Hafthaare...
 

Damit wird so
ein Efeustamm, seinem 
Stützbaum viel ähnlicher?
 

 Die Frage aber ist:
Wer stützt hier wen?
Ich garantiere für den 
uralten Efeustamm, auf 
den die Pfeile deuten -
dass er kein Teil der
  Robinie ist!


Die Taschentücher 
dienen als Maßstab und
sehe ich da nicht einen
 Schattengeist im Bild?

 
Ein Platz an der Sonne -
 'Feuerwanzen' bevorzugen
sonnige Efeu-Verstecke!
(im Efeu ohne Haftwurzeln)
 

 Diese Bäume kenne
 ich schon lange Zeit, sie
 stehen gleich neben dem
Eichwäldchen, in einem 
Brunnenschutz-Gebiet, 
dort habe ich sie früher
schon oft besucht, vor
40 Jahren, ungefähr!
 
 
Ein Wald ohne Efeu ist undenkbar!


Der Beitrag ist/wird verlinkt:
 

Kommentare

  1. Liebe Heidi,
    du hast den Efeu perfekt in Szene gesetzt. Er ist unglaublich durchsetzungsfähig. Wir hatten viele Jahre (Jahrzehnte) einen alten Kirschbaum im Garten, der noch aus der Zeit meiner Großeltern stammte. Also so um 1930 herum. Irgendwann ist der Blitz eingeschlagen und hat den Baum gespalten. Er wurde dann von Efeu überwuchert und auf diese Weise zusammengehalten. Im Winter, wenn die Äste des Kirschbaumes kahl waren, bildete der Efeu ein schrägliegendes Herz. Aber vor vielleicht 15 Jahren ist die Kirsche dann doch bei einem Sturm auseinandergebrochen. Efeu haben wir immer noch genug im Garten ;-)
    Danke für diesen tollen Beitrag und die Verlinkung zum DND.
    Herzliche Grüße - Elke

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  2. Danke für diesen informativen Post und das Verlinken! So ghenau habe ich mich mit dem Efeu nicht beschäftigt, nur mit seinem Pflanzen vor 35 Jahren, weil mir die häßlichen Mauern zu den Nachbargrundstücken nicht gefielen.
    GLG
    Astrid

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  3. Liebe Heidi,

    wunderschön sind die Bilder vom Efeu. Ist schon beeindruckend, welche Stärke die Äste erreichen können, wenn er sich viele Jahre entwickeln kann.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  4. Liebe Heidi,
    das ist ein toller Beitrag, unterlegt mit sehr schönen Fotos. Ich habe dem Efeu sicher noch nie
    so viel Zeit gewidmet, wie beim Lesen deiner Informationen. Wir haben bei uns ein kleines Wäldchen,
    da gibt es sehr viel Efeu an den Bäumen. Beim nächsten Spaziergang muß ich doch mal etwas genauer
    hinschauen. Danke für den interessanten Beitrag.
    LG. Karin M.

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  5. Eine richtige Liebeserklärung für den Efeu, so scheint dein neuer Post zu klingen. Ich mag Efeu ja auch sehr gerne, aber meiner muss leider im nächsten Jahr weg. Warum wirste dann mal sehen, an anderer Stelle wäre er geblieben.

    Tolle Bilder hast du gemacht, auch gezeigt wie dick so ein "Efeustamm" werden kann. Vor allem wirklich auch so ein toller Schutz für viele Waldbewohner. Danke fürs Zeigen und auch das heute mal andere ZiB.

    Wünsche dir noch einen schönen Tag und sende liebe Grüsse rüber

    Nova

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  6. von Helga:

    Liebe Heidi,

    das ist aber jetzt sehr informativ für mich, eine wahre Lehrstunde hast Du mir erteilt.
    Efeu ist für mich einfach Efeu gewesen und hier in unserem Garten breitet er sich überall aus. Nix besonderes, Efeu eben. Passt man nicht auf, hat man ihn überall auch da wo man ihn nicht haben will.
    Nicht so in der Düne die Du immer genauestens durchkämmst, daß Dir nichts entgeht. Recht so! Nun darf er den Baumstamm erklimmen nachdem ich nun weiß, daß ihm kein Schaden erwächst. Ein weiterer Hinweis, die Natur braucht uns nicht, sie überlebt, wir überleben nicht. Herzlichen Dank auch für die wunderbaren Bilder, ich konnte Deinen Post auf meinem warmen Sitzplatz geniessen, ohne mir Mantel und Schal anziehen zu müßen. Herzlichste Grüße von Helga und Kerstin und dem Efeu, dessen Herz nun Freudensprünge macht und sich aufs Frühjahr freut, weil er nun leben darf.

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  7. Einen wunderbaren, reichen Bericht hast du dem Efeu gewidmet. Immergrün und so treu ist er, dass er bis 450 Jahre alt werden kann ist uns neu. Dass er es ganz gut mit vielen Tieren kann ist uns eher bekannt. Gar so manche Amsel ist bei uns im Efeu schon geschlüpft und aktuell suchen die Singvögel im Blätterwald des Efeus schutz vor Wind und Kälte. Ich mein er sei sogar ihr Schlafplatz. Natürlich sorgen seine späten Blüten auch für so manche Insekten für einen reichen Schmaus, wir staunen immer wieder wie es im Herbst im Efeu summt.
    Dankeschön für die tolle Vorstellung des Efeus
    Ayka mit Erika von leicht weissen Jurasüdfuss

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  8. Jetzt habe ich wieder viel lernen können, so spannend was du hier alles über den Efeu erzählen kannst! Dass er erst ab einem Alter von über 20 Jahren Blüten ausbildet, habe ich auch nicht gewusst. Herzlichen Dank und
    liebe Grüße - Ulrike

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  9. Oha, jede Menge Efeu, aber schön von Dir dagestellt. Ich hatte auch viel Efeu, habe ihn aber dann doch verbannt, weil er da rankelte wo er nicht sollte, Im Wald findet man ihn oft an Bäumen bei uns. Bei mir hatte er es auch bis zur Blüte geschafft. Danke für Deinen Beitrag, herzlichst Klärchen

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  10. Hallo, ich teste gerade für Edith die Kommentierfunktion, weil sie hier gerade keine Kommentare mehr schreiben kann. Mal schaun, ob es klappt!

    Liebe Grüße
    von Sabine

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  11. Liebe Heidi,
    nun habe ich rumgetrickst und irgendwie geschafft, ich kann kommentieren. Deine Ausführungen über das Efeu gleicht ja schon fast einer wissenschaftlichen Abhandlung. Efeu ist schon faszinierend, wir hatten viel in unserem alten Garten, er blühte wunderbar, trug Früchte und bot Vögeln Schutz, genau wie du beschriebe hast. Nur wuchert er sehr stark und darum ist er nicht so beliebt in den Gärten, ein guter Sichtschutz ist er allemal.
    Liebe Grüße
    Edith

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  12. These are some amazing finds in the forest! I love all your photos of what's going on there.

    Thanks for sharing your link at My Corner of the World this week!

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